Dogtown-Longboard-Wiki

Hier mal die wichtigsten Begriffe aus dem Longboarden kurz und knackig erklärt:

ABEC – Fertigungstoleranz bei Kugellagern; hat nichts mit der Qualität des Rollens zu tun

asymmetrisch – die Form unterscheidet sich in Bezug auf ein Vorne und Hinten / Nose und Tail (symmetrisch ist entsprechend eine vorne wie hinten durchgehend gespiegelt gleiche Form)

Achse – auch „Truck“ genanntlongboard-achsen

  • Achsstift – hierauf werden die Rollen bzw. Kugellager montiert
  • Achsmutter – damit werden die Rollen bzw. Kugellager auf dem Achsstift fixiert
  • Bushings – auch Lenkgummies oder Cushions genannt, machen viel bei der Performance der Achse aus, NIEMALS mit Seife oder Öl benetzen!
  • Baseplate – Die Grundplatte der Achse, fest montierter Teil am Brett
  • Hanger – das Stück Metall zwischen den beiden Achsstiften, Breite der Achse wird meist hierdran gemessen
  • Speedringe – kleine, dünne Unterlegscheiben, die zwischen Achsmutter und Kugellager sowie zwischen Kugellager und Hanger gehören
  • Kingpin – dicke Schraube, die aus der Baseplate herausragt und wo Bushings drauf montiert werden; Achswinkel ist hiervon abhängig!; der Kingpin zeigt bei Longboard-Achsen (RKP) IMMER von der Mitte des Boards weg
  • Kingpin-Mutter – Mutter für den Kingpin
  • Washer – Unterlegscheiben für die Bushings, bei Wölbung leichtes Einschränken der Lenkbewegung, erhöhung der Rückstellkraft; flacher Washer (Flatwasher) führt zu surfigerem Verhalten, schränkt die Achse weniger ein, nicht empfohlen bei Wheelbites
  • Pivot – Drehpunkt der Achse in der Baseplate
  • Pivot-Cup – gummierte Lagerung des Pivots, verhindert das Reiben von Metall auf Metall; oftmals bei Quietschen der Übeltäter, ein wenig Kernseife hier rein löst oft das störende Geräusch
  • RKP – „Reversed KingPin“; die obligatorische „Longboard-Achse“, auf dem Bild oben sieht man ein Modell einer RKP Achse
  • TKP – „Traditional KingPin“; die bekannten „Skateboard-Achsen“, es gibt nicht nur für Skateboards TKP Achsen, sondern auch für das Longboard (oftmals beim Sliden und Slalom-Fahren eingesetzt)

Backside – Drehrichtung bei z.B. Tricks nach hinten zum Rücken hin

Bearings – englischer Begriff für Kugellager

Camber – Wölbung der Standfläche nach oben; gleicht meist das Niveau der Standfläche aus bei flexiblen Boards/gibt dem Flex ein „lebendigeres“ Verhalten

Clearance – gleichbedeutend der Bewegungsfreiheit für Rollen beim Lenkeinschlag, wichtig für das Vermeiden von Wheelbites ist viel Clearance

Cutouts – Aussparungen des Decks um die Achse herum, damit Wheelbites vermieden werden können bei größeren Rollen; meist in Kombination mit DT Decks

Concave – ist die Erhöhung an der Seite des Decks, die eure Füße auf dem Board unterstützt beim Grip, bei Tricks und auch bei Slides; hohes Concave ist meist unangenehmer zum Cruisen, dafür aber besser für hohe Geschwindigkeiten und für’s Sliden; Concave git es in verschiedenen Ausführungen für verschiedene Einsatzzwecke und Bedürfnisse

Deck – Das hölzerne Brett auf dem ihr steht

direktional – direktionale Form eines Boards; bei dieser Deckform wird eine Richtung für Vorne und Hinten vorgegeben

Dropdown – Die Standfläche des Boards ist tiefergelegt, ohne dass die Achsen durch das Brett montiert sind (ähnlich: Rocker); das Gefälle des sogenannten „Drops“ ist steiler als beim Rocker

DT (DropThrough) – die Achsen werden von oben durch das Deck hindurch montiert

Doubledrop – Dropdown in Kombination mit einer DT-Montage, häufig für Long Distance und für Anfänger des Sliding empfehlenswert

Fakie – Tricks werden manchmal im Fakie, also Rückwärtsfahren, durchgeführt, nicht zu verwechseln mit „Switch“

Flex – Flexibilität eines Decks, wird oftmals in Stufen angegeben, jedoch häufig auch wiederum nicht; sehr oft abhängig vom Einsatzgebiet, der Materialien, der Wheelbase und dem Fahrergewicht

Frontside – Drehrichtung bei z.B. Tricks nach vorne hin

Flatspot – passiert wenn ihr beim Sliden die Rolle auf 90° zur Fahrtrichtung stellt; flache Stelle in der Lauffläche bei sonst runder Rolle, ergibt ein sehr unangenehmes und holpriges Gefühl beim Fahren

Flares/Flared Wheelwells – Über dem Punkt, wo die Rollen das Deck berühren könnten, ist eine Art „Radkasten“; ermöglicht größere Rollen oder einen stärkeren Lenkeinschlag

Griptape – Auch mit „Grip“ abgekürzt, in verschiedenen Körnungen vorhanden bietet es den Grip für eure Schuhe auf dem Deck (raues Griptape für Sliden, Freeriden, Downhill / feines Griptape für den ganzen Rest)

Kick – gebogener Teil am vorderen (Nosekick) oder hinteren (Tailkick) Ende des Boards; für Tricks im Freestyle oft sehr wichtig!

Nose-Manual

Konisch – bedeutet nichts anderes bei Rollen, als dass sie zur Innen- oder Außenseite hin stärker abnutzen; meist nur beim Sliden der Fall, Centerset Rollen kann man zum Vermeiden drehen, Offset und Sideset Rollen nicht

Manual – Fahren auf nur einer Achse; berühren nur die Rollen der vorderen Achse den Boden ist das ein Nose-Manual, anderenfalls ein (Tail-)Manual; das „Tail-“ wird hier meist ausgelassen

Pushen – Ankicken des Boards / Antriebsbewegung

„Ply“ – aus dem englischen, bedeutet Schichten-Anzahl bei Decks bezogen auf das Holz

Riser – Hartplastik-Unterlegblock, der zwischen Achse und Brett montiert wird, um die Clearance zu erhöhen

Rocker – Wölbung der Standfläche nach unten (Gegenssatz: Camber); macht das Board meist gefühlt etwas stiffer, oftmals bei Boards für Freeriding, Sliding und Dancing vorhanden

Shockpad – Weichplastik-/Gummiblock, der Vibrationen der Straße bei der Fahrt auffangen soll, wird zwischen Deck und Achsen montiert, bei DT-Montage nur bedingt zu empfehlen aufgrund eines erhöhten Hebels

Spacer – Distanzring zwischen den Kugellagern innerhalb der Rolle, verringert Querkräfte auf die Kugellager und verlängert so das Leben dieser bei gleichzeitiger Erhöhung des Rollspeeds

Setup – Bestehende Kombination aus Achsen, Rollen (und Deck)

Stance – Unterschieden wird darin, wo der Fuß beim Pushen steht; rechts vorne = Goofy, links vorne =Regular, Fuß hinten statt vorne = Mongo

Switch – wer z.B. statt mit dem rechten Fuß vorne mit dem linken vorne fährt, fährt im switch, also in der gespiegelten Stance

TM (TopMount) – das Deck liegt auf den Achsen auf/die Achsen werden unter das Brett montiert

Torsion – Verwindungsverhalten des Brettes

Wheel – englischer Begriff für Rolle (es heißt Rolle, nicht Reifen oder Rad!)

  • Centerset – mittiger LagersitzIMG_20160630_162456
  • Sideset – seitlicher Lagersitz
  • Offset – Lagersitz zwischen der Mitte und Außen
  • Lauffläche/Contact-Patch – Berührungsfläche der Rolle mit dem Boden
  • Durchmesser – Durchmesser der Rolle, meist elementar bei Setups um Wheelbites entsprechend vorzubeugen
  • „xx a – a steht für den Durometer (Härtegrad); je härter die Rolle, desto höher die Zahl; wird meist auf der Rolle angegeben
  • Kern/Core – Der Rollenkern ist unter anderem für einen großen Teil des Fahrverhaltens zuständig; große Kerne = auf gutem Belag hoher Rollspeed, präziseres Sliden, lässt die Rolle gefühlt härter werden; kleine Kerne = hoher Rollspeed auf rauem und ungleichmäßigem Belag, ruppigeres Sliden, mehr Kraft zum herauskicken der Rolle benötigt, lässt Rolle gefühlt weicher werden; Kerne sind manchmal sichtbar vorhanden, manchmal jedoch auch vom Urethan umschlossen und somit nicht von außen sichtbar
  • Rollspeed – Geschwindigkeit der Rolle, qualitativ hochwertige Rollen machen schon den Unterschied oftmals aus zwischen 1xPushen = 1 Meter vorankommen und gefühltem unendlichen dahingleiten
  • Urethan – der Stoff aus dem Träume…äh…Rollen sind! Polyurethan ist ein Kunststoff, der besondere Eigenschaften aufweist und vielfältig verwendet werden kann; die Mischung des Urethans beeinflusst die Härte, den Rollspeed und den Grip einer Rolle

Wheelbase – Achsabstand, wird entweder von der inneren Achsbohrung mittig gemessen oder aber vom Achsstift aus; Achsen können aufgrund des unterschiedlichen Aufbaus die Wheelbase jeweils verlängern oder verkürzen

Wheelbites – die Rolle berührt das Deck, es kommt zum abrupten Stoppen der Bewegung des Boards und zum Sturz (Railbites = Achse berührt Deck oder Baseplate, seltener vorkommend)

Wheelwells – geschliffener Part auf der Unterseite des Decks, der verhindern soll, dass die Rollen das Deck zu schnell berühren können